Als die Jungs zu viel Platz einnahmen

Anfang der 90er wurde Grunge groß. Pearl Jam, Nirvana — die rebellische Jugend hatte ihre Stimme. Aber auf den Konzerten wurde es eng: wer größer, lauter, platzeinnehmender war, hatte beim Pogen die besseren Karten. Mädchen und junge Frauen wurden an den Rand gedrängt.

Klein beigeben war keine Option

Also entstand in Olympia, Washington ein feministisches Movement — die Riot Grrrl Bewegung. Girls als Selbstbezeichnung, um Stärke statt Schwäche zu betonen. Grrrl — wütend knurrend. Riot — Aufstand. Riot grrrls never die, every girl is a Riot grrrl!

Der Soundtrack

Bikini Kill, Babes in Toyland, Bratmobile lieferten die Musik. Rebel Girl von Bikini Kill wurde die Hymne. Auf Konzerten wurden alle Mädchen nach vorne gebeten — damit alle Platz hatten. Kathleen Hannas Auftritte waren provokant, bewusst und mutig.

Der Einfluss bis heute

Riot Grrrl beeinflusste den Girl-Power-Trend der späten 90er. Spice Girls, Gwen Stefani, Blümchen — allesamt Töchter dieser Bewegung. 2012 machten Pussy Riot weltweit von sich reden. Riot Grrrrls never die.

Passend dazu: Band Shirts und Dr. Martens bei PICK UP — seit 1978.

Lena