Wie wurde ein Schuh zum Kultschuh?

Doc Martens sind wohl die Klassiker unter den Schnürstiefeln — aber wie wurde aus einem einfachen Arbeitsschuh ein Symbol der Rebellion? Teil 1 der Geschichte.

Dr. Märtens und die Idee

Dr. Klaus Märtens, ein deutscher Arzt, entwickelte kurz nach dem Zweiten Weltkrieg einen stabilen Schuh der leichter und weicher war als damals üblich. Gemeinsam mit Herbert Funck fertigte er aus alten Soldatenuniformen und Gummiresten die ersten Prototypen. Die ersten Käufer? Vor allem ältere Hausfrauen, die den Komfort zu schätzen wussten.

Von München nach England

Anfang der 50er Jahre eröffneten Märtens und Funck ihre erste Fabrik in München. Bill Griggs, ein britischer Geschäftsmann, kaufte die Lizenz. Das Design wurde verfeinert — die typische gelbe Naht und die Gummisohle wurden zum Erkennungsmerkmal.

Der 1. April 1960 — ein historisches Datum

Am 01.04.1960 gingen die ersten Schnürstiefel in England in Produktion. Dieses Datum gab dem Klassiker seinen Namen: der 1460. Postboten, Polizisten, Milchmänner und Soldaten deckten sich ein — Docs wurden zum Symbol der Arbeiterklasse.

Der erste politische Schritt

Der erste der Docs als politisches Symbol nutzte, war der sozialistische Abgeordnete Tony Benn — als Zeichen der Solidarität mit der Arbeiterschaft. Der Grundstein für alles was folgte war gelegt.

Wie es weiterging lest ihr in Teil 2. Alle Dr. Martens bei PICK UP — seit 1978.

Lena